Kambodscha – die Tempel von Angkor

Eins meiner ganz großen Highlights auf meiner Kambodscha reise waren für mich die Tempel von Angkor. Ich hatte schon sooo viele magische Bilder davon gesehen und konnte mir einfach nicht vorstellen, dass ich sie mal selber zu Gesicht bekomme. Und dann hat sich zufällig mein Kambodscha Urlaub ergeben – welch Freude!

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Über die Tempel selber findet man in jedem Reiseführer seitenweise Ausführungen. Was mir aber etwas gefehlt hat war der ein oder andere praktische Tipp. Deshalb möchte ich euch hier fünf Tipps zum Besuch der Tempel geben. Teilweise haben wir die Tipps die wir erhalten haben so umgesetzt und waren zufrieden damit, teilweise sind es Verbesserungsvorschläge die ich gerne vorher gewusst hätte.

1. Der Sonnenuntergang

Wir kamen nachmittags in Siam Reap an und wollten natürlich unbedingt zum Sonnenuntergang zu den Tempeln. Wenn man ein Ticket für den nächsten Tag gekauft hat kann man am Abend vorher schon umsonst den Sonnenuntergang dort angucken. Viel Zeit zur vorherigen Recherchearbeit blieb uns nicht mehr und so vertrauten wir unserem Tuk Tuk Fahrer. Der brachte uns zielstrebig dahin wo er eben alle Touristen hinbringt. Zum Tempel Phnom Bakheng der auf meinem Bergchen liegt. Es ist auch ein schöner Aussichtspunkt um den Sonnenuntergang zu sehen. Leider waren wir etwas knapp dran und leider sind dort viele Touristen die sich den Sonnenuntergang nicht entgehen lassen möchte und leider werden auf den Tempel aus Sicherheitsgründen nur immer 300 Personen gelassen. Die gehen dort natürlich auch nicht so schnell wieder runter wenn gerade  die Sonne rot glühend am Horizont verschwindet. Wir haben deshalb den Sonnenuntergang erst gesehen als die Sonne quasi schon weg war. Der Himmel hat aber immer noch schön rot geleuchtet und somit waren wir wieder ein bisschen versöhnt.
Fazit: sehr früh da sein oder ein anderes, nicht so überlaufenes Plätzchen suchen.

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Sonnenuntergang vom Phnom Bakheng

 

2. Der Sonnenaufgang

Am nächsten Morgen ging es um 5 Uhr wieder los in Richtung Angkor. Dieses Mal zum Sonnenaufgang. Die Zeit hat super gereicht. Trotz verspäteten Tuk Tuk Fahrer und Stopp am Ticketschalter (die Dritte im Bunde brauchte noch eine Eintrittskarte) waren wir zeitig genug am Angkor Wat, zusammen mit echt vielen anderen Frühaufstehern.Wenn man nun der Meute folgt in Richtung Angkor Wat passiert es immer wieder, dass man sehr freundlichen Frühstücksbuden-Besitzer begegnet die sich alle mit so witzigen Namen wie Angelina Jolie, Brad Pitt oder George Clooney vorstellen. Sie erklären dir von wo du den besten Blick auf Tempel und Sonnenaufgang hast (nämlich am linken See) und dass du ja danach noch auf ein Frühstück bei ihnen vorbei kommen kannst. Soweit so gut, Sonnenaufgang also! Es war echt schön wie die Sonne hinter dem Tempel hoch kriecht. Wir hatten ein schönes Plätzchen am Wasser und konnten dem Spektakel gut folgen, zusammen mit jeder Menge anderen Touris. Als wir uns nach dem Sonnenuntergang in Richtung Eingang Angkor Wat aufgemacht haben erschließt sich dem schlecht informierten Tourist, dass es rechts vom Weg genau den gleichen kleinen See noch einmal gibt. Von dem hätte man sicherlich auch sehr schön den Sonnenaufgang sehen können. Mit dem Unterschied, dass man sich den Platz mit wesentlich weniger anderen Menschen und Frühstücksbuden-Besitzern hätte teilen müssen.

Fazit: Wer lieber den Sonnenaufgang im kleinen Kreis genießen möchte sollte es unbedingt mit dem rechten See probieren!

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angkor wat bei Sonnenaufgang

3. Der Bakan

Beim Bakan handelt es sich um den 43m hohen Turm in der Mitte des Angkor Wats. Es ist das Zentralheiligtum des Tempels und über eine sehr steile Treppe zu erklimmen. Und da kommen wir schon zum Punkt: Zentralheiligtum! Es ist üblich in Asien sich gesittet zu kleiden wenn man einen Tempel besucht. Das bedeutet, die Schultern zu bedecken und einen Rock/Hose zu tragen die bis zu den Knien geht. Ist das nicht der Fall besteht normalerweise immer die Möglichkeit die betroffenen Körperstellen mit einem Tuch zu bedecken. Nicht so im Bakan! Dort reicht ein Tuch nicht aus. Die Körperstellen müssen mit einem richtigen Kleidungsstück bedeckt sein und das wird vom Sicherheitspersonal auch gründlich kontrolliert. Ist man nicht passend angezogen, darf man nicht nach oben. Das hätte fast dafür gesorgt, dass ich und einige andere nicht die schöne Aussicht hätten genießen können. Glücklicherweise bekamen wir den Tipp die Kleidung zu tauschen. So wartet ich also bis meine Freundin samt Bluse wieder nach unten kamen, ich warf mir das gute Stück über und los ging es für mich.

Fazit: Unbedingt noch etwas Langärmliges zum drüber ziehen einpacken. Auch wenn einem das bei 35°C im Schatten etwas komisch vorkommt.

4. Pausenzeiten nutzen

Irgendwo hatten wir noch aufgeschnappt, dass es ganz sinnvoll ist nach dem Sonnenaufgang keine Frühstückspause einzulegen sondern gleich das Angkor Wat zu besichtigen. Deshalb mussten wir leider auf einen Besuch bei Angelina und Co verzichten und machten uns ans Werk. Die großen Touristengruppen fahren nach dem Sonnenaufgang erst einmal zum Frühstücken, somit ist es sinnvoll dieses Zeitfenster zu nutzen. Zudem haben wir auch azyklisch und nur recht kurz Mittagspause gemacht. Denn auch während der Mittagszeit und -hitze ist wesentlich weniger los bei den Tempeln.

Fazit: Empfehlenswert! Auch wenn Sonnenhut, Sonnencreme und viel Wasser dabei Pflicht sind.

5. Die Tempel-Tour von hinten aufrollen

Aus einem unserer Reiseführer haben wir erfahren, dass es ganz schlau sein soll wenn man die Tempel-Tour anders herum macht. Wir hatten uns den kleinen Rundkurs vorgenommen. Die großen Touristengruppen besuchen die Tempel schön der Reihe nach. Deshalb ist dort auch immer dementsprechend viel los. Da wir von unserer Sonnenuntergangs-Aktion noch ein kleines Touri-Trauma hatten, kam uns dieser Tipp also gerade recht und wir starteten quasi am Ende der kleinen Runde. Was soll ich sagen, der Tipp war fantastisch! Die ersten drei Tempel hatten wir quasi für uns alleine. Umso näher man in Richtung Start kam umso voller wurden die Tempel. Da wir die aber erst am Nachmittag erreichte hatte ich auch da das Gefühl, dass es sich schon etwas verlaufen hat.

Fazit: unbedingt machen!

 

 

 

 

 

 

3 Comments

  • Mein veganes Kochbuch 26. Februar 2016 at 04:40

    Warum nennen sich die Frühstücksbuden Besitzer denn SO? Verrückt.. 😀
    Spannender Bericht jedenfalls. Die Fotos sind toll, besonders die vom Sonnenaufgang. Voll gut, dass ich euch ein wenig vom Touri Wusel absetzen konnten. Ich finde, den Fotos merkt man das an…Echt schön.
    Lieben Gruß.

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    • MaryLyan 26. Februar 2016 at 08:58

      Huhuu,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

      Das ist eine gute Frage. Meine Vermutung ist: damit es sich der westliche Durchschnittstourist auch auf jeden Fall merken kann 😀

      Ich war auch echt froh dass das ganz gut geklappt hat. Das kann einem das komplette Erlebnis versauen wenn man nur in irgendwelchen Massen feststeckt…

      Liebe Grüße, Melanie

      Reply
      • Mein veganes Kochbuch 26. Februar 2016 at 17:23

        Da kann man nur hoffen, das DAS die Erklärung ist. Gefällt mir gut. 😉
        Ich verstehe total, was du meinst. Man kann den Ort und seine Atmosphäre gar nicht richtig wahrnehmen, wenn man in der Menschenmenge feststeckt…
        Gruß zurück

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