Throwback Thailand – Elephants world

Vor genau einem Jahr bin ich zu meinem ersten großen Asien-Abenteuer nach Thailand aufgebrochen. Ich wollte schon eeewig mal nach Asien, bis ich es in die Tat umsetzten konnte ist aber einiges an Zeit vergangen. Umso größer war die Vorfreude darauf!

Den „Jahrestag“ möchte ich dafür nutzen hier ein paar Reiserückblicke zu geben. Anfangen werde ich mit unserem Besuch auf elephants world in Kanchanaburi.

Der Besuch von elephants world war gleich zu Beginn unseres Urlaubs ein ganz großes Highlight für mich. Ich wollte unbedingt Kontakt zu Elefanten in unserem Urlaub haben, dass aber die ganzen Trekking Touren nichts mit Tierliebe zu tun haben war mir von Anfang an klar. Durch einen kleinen Hinweis in meinem Stefan Loose Reiseführer bin ich auf elephants world aufmerksam geworden. Und nachdem ich die website besucht habe, stand für mich fest – da muss ich hin!

Elephants world wurde 2008 gegründet und ist ein Zufluchtsort für kranke, alte und gerettete Elefanten damit diese dort einen glücklichen Lebensabend verbringen dürfen.

Nach unserer Ankunft in Bangkok und etwas Aklimatisieren und Sightseeing ging es mit dem Minibus zu sehr frühen Stunde auf nach Kanchanaburi. Dort wurden wir nämlich vom elephants world Vehikel abgeholt und zu den Elis gebracht.

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Wir buchten einen 2-Tages-Aufenthalt welcher verschiedene Programmpunkte beinhaltet sowie Übernachtung und Verpflegung. Unter anderem Stand füttern und Futter vorbeireiten, sticky rice balls kochen und baden mit den Elefanten auf dem Programm. Geritten werden die Elefanten ausschließlich nur von deren Mahouts und nicht von den Touristen.

Nach unserer Ankunft wurden wir sehr herzlich von einem Rudel Hunde und den Volunteers begrüßt. Wir bekamen eine kleine Einweisung über elephants world und wie man sich gegenüber den Elefanten zu Verhalten hat. Danach ging es mit einem Spaziergang über das schön gelegen Gelände los. Es gibt ein Haupthaus an das sich das „Feeding-Area“ inklusive Matschloch anschließt. Über einen schönen Weg ging es vorbei an den Bungalows (für die Touris und die Volunteers) runter zum Fluss Kwai wo die Elefanten immer ihr Bad einnehmen dürfen. Am Fluss befindet sich auch noch große Fläche wo sich die Elefanten den Tag über aufhalten und sich zum Beispiel mit dem auseinander nehmen von Ananaspflanzen beschäftigen.

 

Danach ging es dann zur ersten Kontaktaufnahme mit den Elefanten. Wir schnappen uns einen großen Korb mit Obst auf dem der Name des jeweiligen Elefanten geschrieben ist. Dann machten wir uns daran den passenden Elefanten zu finden. Diese standen alle schon in Reih und Glied im Fütterungsbereich und warteten sehnsüchtig auf uns.

Es war ein unglaublich tolles Gefühl den sanften Riesen so nah zu sein, ihnen ihr Futter anzureichen und sie dabei zu beobachten wie es eingerüsselt und verspeist wurde. Zum Futtern gab’s leckere Melone und Bananen. Es war faszinierend wie sanft und umsichtig die Elefanten mit uns Menschen umgehen und dass wo sie schon so viel schreckliches mit uns erlebt haben.

Viele waren teilweise blind weil ihnen die Augen mit den Führhaken ausgepiekt wurden, hatten zerschlissene Ohren von besagtem Haken. Die Elefanten die aus den Trekking-Camps kamen haben verbogene Wirbelsäulen und zwar so doll, dass es wirklich offensichtlich ist auch wenn man sich mit Elefanten nicht auskennt. Der Elefantenrücken ist für das hohe Gewicht, dass durch die Touristen und den „Sattel“ entsteht nicht ausgelegt und dadurch ensteht mit der Zeit eine verbogene Wirbelsäule. Man kann bei den armen Kreaturen richtig sehen wo sie jahrzehntelang die Touristen geschleppt haben…

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Das ist Bo, blind und aufgrund dessen verunfallt. Als wir dort waren war nicht sicher ob sie es schafft, aber sie hat alles gut überstanden 🙂 Auch bei ihr kann man die Delle in der Wirbelsäule gut erkennen…

Vor der Mittagspause wurde noch der Reis angesetzt für die sticky rice balls und dann durften wir uns auch schon den Bauch am leckeren Büffet voll schlagen.

Nach dem Mittagessen wurden dann die Obstkörbe für die Fütterung am Nachmittag zusammengestellt (Elefanten brauchen echt viel Futter!) und die sticky rice balls zusammengematscht. Das hat echt Spaß gemacht. Die rice balls sind für die alten, zahnlosen Elefanten und mit Nährstoffen angereichert damit diese auch im hohen Alter noch gut versorgt sind. „Unser“ Eli konnte sich ducken und ist unter den Unterstand gekrabbelt. Er stand direkt bei uns und hat sich ein Bällchen nach dem anderen in den Mund stecken lassen.

 

Und dann stand auch schon das Highlight an -wir durften mit den Elefanten schwimmen gehen! Dazu ging es wieder zusammen runter an den Fluss. Die Mahouts brachten dazu die Elefanten ins Wasser. Die Elis dürfen mehrmals am Tag ins Wasser und sich abkühlen, trinken etc. Witziger weise war das manchmal gar nicht so einfach, da die Elefantendamen teilweise untereinander gut befreundet sind und dann auch unbedingt immer zusammen baden möchten.

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Nachdem dann jeder Elefant sein Plätzchen gefunden hatte durften wir dazu. Am Anfang hatte ich schon riesen Respekt und ein bisschen Angst, dass einen der Elefant aus versehen tritt oder übersieht. Aber wie gesagt die Elefanten sind wirklich sehr umsichtig und auch die Mahouts haben immer ein Auge auf alles.  Es war ein ganz fantastisches Erlebnis kann ich euch sagen!!!

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Falls ihr euch wundert warum wir alle angezogen im Wasser sind: das hat mit den Thais und ihren Traditionen zu tun. Sie sind eher Prüde im Bezug auf Nacktheit und da  wir hauptsächlich mit den Mahouts im Wasser waren hieß es eben dieses mal „Klamotten an“ anstatt „Klamotten aus“.

Genächtigt haben wir auch ganz wunderschön. Direkt am Fluss Kwai in einen schönen Holzbungalow ganz für uns alleine. Nachts ist es dort stockdunkel, da es nur Solarstrom gibt und dieser sparsam benutzt wird. Wir hatten einen einmaligen Sternenhimmel und dazu die ganzen Geräusche aus dem Dschungel. Wahnsinn! Damit wir uns nicht gruselten haben sich die Hunde dazu entschlossen abwechseln Wache vor unserer Tür zu schieben und auf uns aufzupassen. Die Hunde waren echt toll. Sie bewegen sich frei auf dem Gelände und man hat sie den ganzen Tag um sich herum.

Der zweite Tag stand uns zur freien Verfügung. Wir konnten teilnehmen an was wir wollten und uns frei auf dem Gelände bewegen oder einfach in unserer Hängematte die Seele etwas baumeln lassen. Selbstverständlich waren wir nochmal schwimmen mit den Elefanten.

Wir hatten eine ganz, ganz tolle Zeit mit den Elefanten, den netten und hilfsbereiten Volunteers, den Hunden und  den ganzen anderen Tieren dort. Der perfekte Beginn unseres Urlaubs!

Zum Schluss hab ich euch hier noch ein kleines Video von Elephants world. Viel Spaß beim gucken!

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